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Zieges neuester

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Über dem Strich

Jena ist wieder „über dem Strich“. Und da wollen und werden wir auch bleiben. Dennoch ist das kein Grund zum Jubilieren sondern natürlich das Mindestmaß dessen, was wir auch erreichen müssen. Diese Saison ist so oder so eine verkorkste. Da gibt es gar nichts zu beschönigen. Und dennoch bin ich genauso wie die Fans erleichtert, dass es uns offenbar gelungen ist, die Tendenz der letzten Wochen – die ja schon fast wie ein freier Fall anmutete – zu stoppen. Für unseren FCC geht es darum, unter allen Umständen und mit allen Mitteln die Klasse zu halten. Und da befinden wir uns wieder auf dem richtigen Weg. Dabei ist es mir völlig egal, wie die Siege gegen Braunschweig und Burghausen zu Stande kamen. Wichtig waren nur die Punkte und das Auskosten des Gefühls, wie es ist, wieder gewinnen zu können. Schön gespielt – wie zuletzt in Dresden – haben wir häufig. Und mindestens ebenso häufig standen wir mit leeren Händen da. Und um die Frage vorweg zu nehmen: Nein, ich habe die Freistoßvariante Meuselwitz“ – auch wenn sie sich gegen Braunschweig wiederholte – nicht trainiert. Aber ich will Euch verraten, dass ich nicht allein für diese Tore verantwortlich war. Wenn man genau hingesehen hat, konnte man beobachten, wie der Fußballgott mir die Hand hielt. Und es wurde auch höchste Zeit, dass er sich mal wieder beim FCC blicken ließ. Womöglich tut es uns nicht gut, dass wir im „Paradies“ spielen. Mir scheint, als würde dieser Name den Fußballgott dazu neigen lassen, uns manchmal zu vergessen. Aber nun ist er wieder in unserer Nähe. Und ich denke, dass wir ihn mit unserem Willen dazu gezwungen haben, sich wieder etwas mehr um uns zu kümmern. Natürlich weiß ich, dass das allein nicht reichen wird. Nun stehen mit Aalen und Werder II extrem wichtige Begegnungen an. Hier werden Weichen gestellt. Und wenn wir weiter arbeiten, kämpfen und an uns glauben, bin ich sicher, dass die Richtung nur Klassenerhalt heißen kann. Dieser ist das Mindeste, was wir erreichen müssen. Versöhnen kann man die Fans nur schwer mit dieser Saison. Ich wünsche mir jedoch, dass wir mit couragierten Leistungen und guten Ergebnissen in den letzten Spielen und dem Gewinn des Thüringen-Pokals uns zumindest anständig aus dieser Saison verabschieden. Und letzteres natürlich am Besten gegen RWE. Denn auch da haben wir einiges wieder gut zu machen …

Euer Ziege

Zieges neuester

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Kämpfen um den Klassenerhalt

Nach längerer Zeit der Stille wurde es mal wieder höchste Zeit für einen Eintrag. Dabei ist es aktuell mit der Ruhe vorbei. Schaut man auf unsere Ergebnisse der Rückrunde, so kann man diese nur als katastrophal bezeichnen. Ich weiß, dass sie den Fans große Sorge machen. Von vielen wird diese Negativserie schon nicht mehr als Tendenz sondern viel mehr als freier Fall wahr genommen. Und gerade deshalb ist es mir wichtig, mich vor dem Spiel bei Union nochmals zu Wort zu melden. Ich kann die Sorge, ja teilweise Ängste, der Jenafans absolut nachvollziehen. Mir und der Mannschaft sind die sportliche Situation und der Ernst der Lage absolut bewusst. Mir ist wichtig, dass Ihr das wisst. Keiner von uns schaut nach oben oder träumt von irgendwelchen anderen Zielen. Ich weiß ganz genau, dass es jetzt nur um eines gehen kann – den Kampf um den Klassenerhalt. Ich bin hundertprozentig davon überzeugt, dass wir mit Jena die Klasse halten. Und ich will Euch auch sagen warum. Die Ergebnisse der letzten Spiele w aren nahezu desaströs. Das ist nicht wegzudiskutieren. Und dennoch bin ich absolut davon überzeugt, dass wir uns in den letzten drei Spielen gesteigert haben. Das mag dem einen oder anderen ironisch vorkommen, ist es aber definitiv nicht gemeint. Wir müssen als Mannschaft das Positive mitnehmen. Wenn wir jetzt nur jammern und die Klatschen aufzählen, werden wir nicht voran kommen. Dabei ist es jetzt wichtig, aufzustehen und zu kämpfen. Daher müssen wir gedanklich einen Strich ziehen unter dem, was bisher lief. Die Saison beginnt jetzt für uns von Neuem. Es sind 12 Spiele, und wir stehen über dem Strich. Unser Ziel ist es, nach der Serie mindestens drei Mannschaften hinter uns zu lassen. Und ich sage Euch, dass wir das schaffen. Gemeinsam!
Vielleicht noch ein Punkt, der mich persönlich wichtig ist: Momentan wird viel diskutiert über „rollende Köpfe“ oder die „Politik der ruhigen Hand“. Ich möchte Euch ehrlich sagen, was meine ganz persönliche Meinung dazu ist. Es ist überhaupt keine Floskel und auch keine Durchhalteparole, wenn ich sage, dass wir in Ruhe und konzentriert weiter arbeiten müssen. Das Umfeld in Jena, die verantwortlichen Gremien, die Trainer und die Mitarbeiter im Verein stärken der Mannschaft unentwegt den Rücken. Sie halten momentan eine Menge aus, um uns Spielern ein konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. Und glaubt mir, diese Ruhe im Umfeld ist für die Mannschaft enorm wichtig. Nun ist es an uns, dieses Vertrauen, was man nach wie vor in uns setzt, auch mit Ergebnissen zurück zu zahlen.

Euer Ziege

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Derbyemotionen

Da ich ja versprochen hatte, mich immer zu besonderen Ereignissen mit meinem Tagebuch zu Wort zu melden, ist, nachdem das Thüringenderby nun hinter uns liegt, mal wieder ein Eintrag fällig.
Ihr könnt sicher verstehen, dass auch ich nach diesem Spiel mit all seinen Emotionen und Begleiterscheinungen erst einmal ein paar Tage brauchte, um das alles zu verarbeiten. Ich denke, dass es Euch als Fans da nicht anders erging.
Für mich bleibt nach diesem Spiel in jedem Falle eines haften: Der berechtigte Stolz auf unsere Fanszene. Leute, wie Ihr Euch verhalten habt, das war sensationell. Und dabei haben wir Euch mit unserer Leistung auf dem Platz ja lange Zeit nur wenig Anlass gegeben, die Ruhe zu bewahren. Und dennoch habt Ihr Euch weder vom Rückstand noch von den Provokationen einiger Unbelehrbarer aus dem Erfurter Fanblock provozieren lassen. Da kann ich nur den Hut vor Euch ziehen!
Letztlich müssen wir uns sogar noch für die durch die Unsportlichkeit einiger Idioten provozierte Spielunterbrechung bedanken. Ich bin sicher, dass wir ohne diese Pause, die den Rhythmus der Erfurter störte und uns die Zeit gab, uns nochmals zu sammeln, nie und nimmer den Ausgleich erzielt hätten.
Während die Erfurter Mannschaft in der Spielunterbrechung auf dem Platz bzw. im Spielertunnel verweilte, war der Großteil unserer Mannschaft in der Kabine. Ich habe die Gelegenheit genutzt, um in der mir typischen Art ganz deutliche Worte zu verlieren. Ich habe an unsere Leidenschaft und das Herz appelliert. Und die meisten Aussprüche von mir sind sicher nicht druckreif. Auch vor diesem Hintergrund bin ich froh und glücklich, dass wir noch den Ausgleich erzielten. So können meine Ansagen in der Kabine rückblickend betrachtet nicht als beleidigend sondern positiv als gewinnbringend motivierend ausgelegt werden.
Als das Tor fiel, war das wie eine Erlösung. Wie eine Eruption. Der Lärm im Stadion war ohrenbetäubend und beeindruckend. Es war ein gefühlter Sieg! Nun mögen einige Fans sagen, dass es auch für einen gefühlten Sieg nur einen Punkt gibt. Ich aber sage Euch, dass es mehr als nur ein Remis war.
In der Hinserie gab uns die Niederlage in Erfurt einen ordentlichen Hieb. Es war rückblickend der Knackpunkt für eine unbefriedigende Hinserie. Und ebenso wie das Hinspiel richtungsweisend war, bin ich davon überzeugt, dass das Remis in buchstäblich letzter Sekunde vom letzten Samstag auch richtungsweisend sein wird. Im positiven Sinne.

Euer Ziege