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Zieges neuester

Blogeintrag

Es weihnachtet schwer

Kennt Ihr die Angst vorm Zahnarzt und das ständige Vorsichherschieben von Terminen? Es ist das Gefühl, das man bekommt, wenn aufgeschobene Dinge sich allmählich vor einem auftürmen und plötzlich arge Bauchschmerzen und vor allem ein ziemlich schlechtes Gewissen verursachen.

So geht es mir, wenn ich heute nach langer – nach sehr langer – Zeit endlich mal wieder einen Eintrag auf meiner Seite vornehme. Dass ich so lange nichts von mir habe lesen lassen, tut mir leid. Ich hoffe, dass Ihr mir meine Säumigkeit der letzten Monate nachseht. Aber ich gelobe für das neue Jahr Besserung. Das ist ein Versprechen!

Weihnachtszeit und Jahreswechsel sind ja immer Momente der Besinnlichkeit und der Besinnung – vor allem Rückbesinnung. Man kann sich kaum dagegen wehren, aber gegen den Drang, das Jahr nochmals Revue passieren zu lassen, kommt man einfach nicht an. Und was war das für ein Jahr! Wenn ich das schreibe, bekomme ich ein Dejavu. Irgendwie habe ich das am Ende der letzten Jahre immer gedacht. Und jedes Mal war ich mir sicher, noch wilder, noch verrückter und ereignisreicher kann es kaum werden. Aber das Leben im Allgemeinen und der Fußball im Speziellen überraschen einen immer wieder. Eine grausame Premierensaison in der 3. Liga, die Rettung am letzten Spieltag in Sandhausen, diverse Trainerentlassungen, wechselnde Präsidenten, Sportdirektoren und Geschäftsführer, Neuwahlen im Aufsichtsrat, finanzielle Probleme, meine zeitweilige Versetzung in die 2. Mannschaft undundund….. Ich möchte mich gern an Dinge erinnern, die mich freuen und die – sowie die Erinnerungen daran – ich mit in das neue Jahr nehmen möchte. So ist es noch kein Jahr her, da spielten wir gegen Schalke vor einer Rekordkulisse im DFB-Pokal. Wir haben uns gemeinsam mit Trainerteam, Mannschaft und Verantwortlichen durch eine sportliche Durststrecke gekämpft und sind da raus gekommen. Haben mit zuletzt sieben Punkten in drei Spielen wieder in die Erfolgsspur gefunden. Und dennoch bleibt viel Arbeit. Ich weiß, dass wir gerade zu Hause noch nicht den Fußball spielen, den wir alle gern den Fans im Paradies bieten möchten, und den ihr gern sehen wollt. Aber daran arbeiten wir hart. Und wir haben für das nächste Jahr sportlich einiges gut zu machen. Ich sage nur Derby, die peinliche Vorstellung zuhause gegen Dynamo und natürlich das Aus im Thüringenpokal in Meuselwitz. Wir können das nicht rückgängig machen, aber wir können Euch zeigen, dass wir Eure Enttäuschung verstanden und unsere eigene Enttäuschung in hohe Motivation und positive Wut, es deutlich besser zu machen, umgemünzt haben. Dafür werden wir arbeiten. Nun heißt es aber, nach wirklich aufreibenden Monaten mal durchzuatmen, sich der Familie zu widmen und gemeinsam ein paar besinnliche Tage zu verleben. Und genau das wünsche ich Euch auch.
Genießt Weihnachten und rutscht gut in ein hoffentlich erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2010. Vergesst nicht, auf Euren FCC anzustoßen. Ich stoße auf Euch an und danke Euch für Eure Treue zum Club und für Eure Nachsicht mit mir. Alles wird gut.

Mit blau-gelb-weißen Grüßen

Euer Ziege

Zieges neuester

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Sommerzeit – Urlaubszeit

Man erholt sich vom vergangenen Jahr und versucht, Kraft zu schöpfen für das neue. Zeit zum reflektieren, Zeit zum Wunden lecken. Bei mir ist es das sprichwörtlich Blaue Auge, mit dem wir durch den Klassenerhalt am letzten Spieltag in Sandhausen nochmals glimpflich davon gekommen sind. Es ist ein Blaues Auge, das wir uns selbst zugefügt haben. Es ist ein Blaues Auge,
das wir uns alle – und vor allem unseren Fans – gern erspart hätten. Aber nun ist es passiert, und es heißt, daraus zu lernen, das falsch Gelaufene zu korrigieren, sich nicht zweimal die Hände auf der Herdplatte zu verbrennen. Dieser Prozess ist wichtig für den gesamten Verein, aber auch und erst Recht für die Mannschaft. Und ich bin zuversichtlich, dass uns im Nachgang die letzte Saison sogar noch helfen kann. Und damit setze ich nicht auf das Gesetz der Serie, das letztlich immer irgendwann ihr Ende beinhaltet, sondern ich setze auf Prozesse, Ehrgeiz und auch eine gehörige Portion Wut. Wut auf sich selbst, weil man nicht gezeigt hat, was man wirklich drauf hat, wie wertvoll man für die Mannschaft sein kann. Und nicht zuletzt Wut darauf, dass wir in drei Thüringenderbys unseren Fans keinen einzigen Sieg schenken konnten. Gerade das Derby im Pokalfinale tat besonders weh. Die Enttäuschung und teilweise Wut unserer Fans konnte ich absolut nachvollziehen. Wir hatten die Chance, eine total verkorkste Saison am Ende mit dem Klassenerhalt und dem Pokalsieg sogar noch versöhnlich zu gestalten. Eine Chance, die wir trotz bester Voraussetzungen und einer 2:0-Führung binnen einer Viertelstunde aus der Hand gaben. Mit Verlaub – das war einfach nur dämlich!

Nun heißt es, mit unserem neuen alten Trainer René van Eck eine konzentrierte Vorbereitung zu spielen, mit Engagement die Grundlagen für eine Saison zu legen, in die wir unter allen Umständen erfolgreich starten wollen. Ich weiß, dass man uns mit Argusaugen beobachten wird, dass Mannschaft und Trainerteam Druck haben. Und genau darin liegt aus meiner Sicht ein wichtiger Grund, warum ich optimistisch bin, erfolgreich zu sein. Wir haben etwas gut zu machen, und ich habe den Ehrgeiz, zu beweisen, dass wir dazu in der Lage sind. Ich freue mich auf die nächste Saison. Und ich freue mich auf Euch, liebe Fans! Ich weiß, dass ich polarisiere, ich weiß, dass es bei mir nur Schwarz und Weiß gibt. Umso mehr berührt es mich, dass selbst die, die mich scharf kritisieren und womöglich als Spieler ablehnen, immer anerkennen, dass ich mich für diesen Verein einsetzen
werde. Und ist das nicht die wichtigste Gemeinsamkeit, die es geben kann? Ich freue mich darüber, dass Ihr meine Homepage besucht und hoffe, mich in den kommenden Monaten mit weniger nachdenklichen dafür umso erfreulicheren Einträgen bei Euch zu melden.

Euer Ziege

Zieges neuester

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Über dem Strich

Jena ist wieder „über dem Strich“. Und da wollen und werden wir auch bleiben. Dennoch ist das kein Grund zum Jubilieren sondern natürlich das Mindestmaß dessen, was wir auch erreichen müssen. Diese Saison ist so oder so eine verkorkste. Da gibt es gar nichts zu beschönigen. Und dennoch bin ich genauso wie die Fans erleichtert, dass es uns offenbar gelungen ist, die Tendenz der letzten Wochen – die ja schon fast wie ein freier Fall anmutete – zu stoppen. Für unseren FCC geht es darum, unter allen Umständen und mit allen Mitteln die Klasse zu halten. Und da befinden wir uns wieder auf dem richtigen Weg. Dabei ist es mir völlig egal, wie die Siege gegen Braunschweig und Burghausen zu Stande kamen. Wichtig waren nur die Punkte und das Auskosten des Gefühls, wie es ist, wieder gewinnen zu können. Schön gespielt – wie zuletzt in Dresden – haben wir häufig. Und mindestens ebenso häufig standen wir mit leeren Händen da. Und um die Frage vorweg zu nehmen: Nein, ich habe die Freistoßvariante Meuselwitz“ – auch wenn sie sich gegen Braunschweig wiederholte – nicht trainiert. Aber ich will Euch verraten, dass ich nicht allein für diese Tore verantwortlich war. Wenn man genau hingesehen hat, konnte man beobachten, wie der Fußballgott mir die Hand hielt. Und es wurde auch höchste Zeit, dass er sich mal wieder beim FCC blicken ließ. Womöglich tut es uns nicht gut, dass wir im „Paradies“ spielen. Mir scheint, als würde dieser Name den Fußballgott dazu neigen lassen, uns manchmal zu vergessen. Aber nun ist er wieder in unserer Nähe. Und ich denke, dass wir ihn mit unserem Willen dazu gezwungen haben, sich wieder etwas mehr um uns zu kümmern. Natürlich weiß ich, dass das allein nicht reichen wird. Nun stehen mit Aalen und Werder II extrem wichtige Begegnungen an. Hier werden Weichen gestellt. Und wenn wir weiter arbeiten, kämpfen und an uns glauben, bin ich sicher, dass die Richtung nur Klassenerhalt heißen kann. Dieser ist das Mindeste, was wir erreichen müssen. Versöhnen kann man die Fans nur schwer mit dieser Saison. Ich wünsche mir jedoch, dass wir mit couragierten Leistungen und guten Ergebnissen in den letzten Spielen und dem Gewinn des Thüringen-Pokals uns zumindest anständig aus dieser Saison verabschieden. Und letzteres natürlich am Besten gegen RWE. Denn auch da haben wir einiges wieder gut zu machen …

Euer Ziege